STIPENDIENAUFENTHALT IM KÜNSTLERHAUS MESSEN, NORWEGEN und fotografische Inszenierungen in Gmünd (A) und am Vranov-See (CZ).




















C-Prints/Dibond 120 x 80 cm
Kunstnarhuset Messen (Arthouse Messen) is an art centre in the heart of the Hardangerfjord in Norway. The purpose of the residency is to provide emerging and established artists, musicians, writers and progressive thinkers a port for free expression and a place to meet with other creative people in a small collaborative community.
https://www.khmessen.no/blog/2023/08/
https://www.khmessen.no/
Unser Projekt legt den Fokus auf die Dringlichkeit einer respektvollen Bezugnahme aller Arten, verbunden mit einem Verständnis von „Körper“, das alle (menschlichen und nicht menschlichen) Körper als wichtig und schützenswert erachtet. Diese Thematik wird angesichts der fortschreitenden Umweltzerstörung immer brisanter. Wir beziehen uns hierbei auf Donna Haraways Konzept der kinship (2018). Donna Haraway konzipiert unter dem Begriff der Kinship (2018) ein Mit-Werden quer durch die Arten, eine wechselseitige Bezugnahme unterschiedlicher Spezies der Erde mit dem Ziel, unruhig zu bleiben. Diesem Ansatz folgend, arbeiten wir in den fotografischen Inszenierungen mit Pflanzen, Bäumen, Erde und Hügeln und setzen diese fotografisch zueinander in Beziehung. Die Bezugnahme soll einen visuellen Polylog der Arten inszenieren. Wie können wir allen Wesen (Pflanzen, Tieren etc.) den notwendigen Respekt entgegenbringen und von ihnen lernen? Welches Verständnis von „Körpern“ kann die Menschen lehren, sich in ihrem Lebensraum vorsichtig und respektvoll zu bewegen? Wir forcieren das genaue Hinsehen, die Bereitschaft, von anderen Wesen (z. B. Pflanzen) zu lernen und eine neue Form des Miteinanders zu entwickeln. Gleichzeitig intendiert unser Zugang, Geschlechterbilder zu queeren und zu vervielfältigen. Wir möchten Konzepte von Geschlecht weiter und fluider fassen, um Freiräume und Handlungsspielräume zu schaffen.
English: Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf respond in their artistic research project "Anthropophytes" to the virulence of the need to learn and develop a mindful relationship with all species. The desire for a respectful approach, combined with an understanding of the "body" that considers all living beings (human and non-human) to be important and worthy of protection, is becoming increasingly explosive in view of the ongoing destruction of the environment, which affects humans and other beings differently depending on their social situation.
Kunstpreis der Hypo Vorarlberg 2024 für „Anthropophyten“
https://www.artmagazine.cc/content128747.html
https://www.kulturzeitschrift.at/kritiken/11-kunstpreis-der-hypo-vorarlberg